Bericht zur Saisoneröffnungsfahrt der Suzuki-GS-IG-Nord
Naturfreundehaus Kalifornien Ostsee
01.05. - 03.05.2026
Diesmal hat Olli, unser Eventi eine Location direkt an der Ostsee ausgesucht, ein Naturfreundehaus am Strand von Kalifornien in super Lage.
Wenn man eine kostengünstige, wenn auch einfache Unterkunft für 20 Personen sucht, wird es heutzutage schon echt schwer, da sind Naturfreundehäuser manchmal die einzig verbleibende Alternative. Nach dem Naturfreundehaus „Meißnerhaus“ am hohen Meißner in Hessen und dem Naturfreundehaus Wendland war dies nun das dritte Naturfreundehaus, dass unser Eventi gebucht hatte.
Insgesamt 20 Personen hatten sich aus den Reihen der IG-Nord für das Saisoneröffnungsevent 2026 angemeldet. Carola und Olli waren am Freitag bereits recht früh da, um die organisatorischen Dinge zu regeln und die Schlüssel für die Zimmer zu empfangen. Neben Schlüsseln und Getränkelisten konnte Olli auch eine ordentliche Portion Sonne reservieren, die uns über fast das ganze Wochenende begleitete. Nach und nach flogen dann am Freitag die IG-Nordler am Treffpunkt ein, die Zimmervergabe war vorbereitet, aber wie immer kam alles anders als gedacht.
Für Puschi und Taddy hatte Olli das einzige Zimmer mit Dusche reserviert, Taddy war dann aber leider entgegen der Anmeldung aus privaten Gründen nicht am Start. Auch unser Professor kam entgegen der Planungen ohne seine bessere Hälfte. Dafür kamen zwei nicht angemeldete Gäste auf 8 Pfoten unter 2 kg zulässigem Gesamtgewicht. Klappis Tochter Madlen kam zwar mit Motorrad, ihre zwei „Fusshupen“ hatten allerdings den offensichtlich nicht ganz unkomplizierten Transport in Gundis Auto gewählt. Das den Beiden das Auto fahren nicht unbedingt gefällt, haben sie in Gundis Auto eindrucksvoll nachgewiesen. Das war aber nicht das einzige Problem. Noch bevor von den Klappis die Zimmer bezogen werden konnten wurde klar, dass in dem Naturfreundehaus Hunde nicht erlaubt waren. Ein kurzer Versuch in unmittelbarer Nähe eine bezahlbare Unterkunft mit Hundeerlaubnis zu finden war angesichts der enormen Zimmerpreise in den umliegenden Hotels schnell zum Scheitern verurteilt. So beschlossen die Klappis sich mit ihren Hunden solidarisch zu erklären und traten den Rückzug an. Das hätte man auch sicher anders lösen können, aber wer Klappi kennt, der weiß, dass sich dieser mit „normalen“ Lösungen selten zufrieden gibt und oft den Ausweg ins Extreme sucht. So auch an diesem Tag, letztlich also weitere 3 Betten vergeblich angemeldet, führte aber dazu, dass Werner nicht das Einzelzimmer im 3.Stock zu „erklimmen“ hatte, sondern sich entgegen der ursprünglichen Planungen im Erdgeschoß im 4-Bett Zimmer einrichten konnte. Nachdem dann alle Unterkunftsprobleme mehr oder weniger gelöst und alles andere sich auch irgendwie geregelt hatte, waren wir nur noch mit 15 Personen am Start.
Unser Professor Dirk kündigte plötzlich an Fischbrötchen ausgeben zu wollen, was alle Anwesenden mit Erstaunen zurückließ …... insbesondere bei einem Kaufpreis von 5 € /Stück.
Wahrscheinlich aber war er vom schlechten Gewissen geplagt, weil er uns immer wieder unsere Cola Zero Vorräte zunichte macht (….. und das auch noch pur!). Aber egal wie, die Fischbrötchen waren trotzdem lecker, vielen Dank an dieser Stelle an Dirk.
Der Preis für die längste Anfahrt geht dieses Mal an Tom und Maria aus Erze im Weserbergland. Insbesondere der letztgenannten unsere Hochachtung, dass sie kurz nach einer OP mit ihrer GS 850 L schon wieder eine solche Tour unternimmt. So eine Griechin ist also doch härter als man immer denkt :)
Auch Dank an Maria für die Versorgung mit Knabberkram und dem einen oder anderen Kaltgetränk.
Etwas unangenehm ist dem Verfasser dieses Berichtes, dass er dieses Mal über unseren Obernordmann Brexi keine wirklich erwähnenswerten Erkenntnisse zu berichten hat, während dieser Anfahrt ist er entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten kaum in Erscheinung getreten. Einzig sein ständiges Gejammer man würde ihn mobben und seine laut Denis forsche Fahrweise auf der Fahrt nach Kalifornien sind anzumerken. Seine Rede am Abend war wie gewohnt unspektakulär, aber dafür einprägsam. Er wollte etwas „Unangenehmes“ erwähnen, hat aber dann doch den Rückzug angetreten und sich für die Harmonie in der Gruppe entschieden.
Die Sonne schien und nach dem obligatorischen Einlaufbier war es fast schon Zeit für das Abendessen am Freitag. Vor dem Essen entschlossen wir uns noch für das Fertigen eines Gruppenbildes vor der Herberge, solange Klappi noch da war, um uns das Bild zu versüßen.
Die Herausforderung ist mittlerweile einen geeigneten Standort für Ulli zu finden, irgendwie steht er immer nur im Weg rum und man braucht eine ganze Weile ihn an die richtige Stelle zu bugsieren. Entgegen seiner politischen Ansichten hat sich der rechte Rand hier bewährt.
Zu Denis seinem Leidwesen stand Backfisch mit Bratkartoffeln auf dem Plan. Als ersten Kritikpunkt an unserer Location sei an dieser Stelle angemerkt, dass die Betreiber im Vorfeld per E-Mail abgefragt hatten, wer Intoleranzen oder Abneigungen gegen Fisch habe.
Das war nach Eventis ersten Eindruck eine gute Serviceleistung, umgesetzt wurde diese dann aber leider doch nicht. Zum Backfisch gab es ausser einer veganen Alternative (schlapprige Auberginen) keine wirkliche Wahl, was u.a. Denis dazu nötigte, die Menge an zu verzehrenden Bratkartoffeln um das mindestens 5-fache zu erhöhen. Für Fischesser war der Backfisch allerdings durchaus gelungen, auch die Bratkartoffeln bestanden den Test (Hubi, der Kartoffel- und Rühreischreck war ja nun nicht vor Ort). Während dessen plante unser Franky seinen nächsten Baumarktbesuch, Andere kennen vielleicht die Sehenswürdigkeiten der IG-Nord Locations, Franky kennt alle Baumärkte. Bremsenreiniger und Dirko war nötig, um seine Ventildeckeldichtung an der GS 1000 E wieder einigermaßen dicht zu bekommen, beides war aber nicht im Baumarkt zu bekommen, letztlich musste er dann doch mit Christianes Auto nach Kiel zu Tante Louis. Olli hatte für Samstag eine Ausfahrt geplant, eigentlich wollte er an den NOK zum Kanaltreff Sehestedt, aber vor dem Hintergrund des zu erwartenden Ansturms zum 1.Mai bei bestem Wetter, wollte er dem Verkehr ein wenig aus dem Weg gehen und entschied sich für eine Tour zum höchsten Berg Schleswig-Holsteins, dem Bungsberg, mit enormen 168 m ü.N.N.
Nach einem guten und reichhaltigen Frühstück in unserer Herberge sollte es dann um 11:00 Uhr losgehen mit der Ausfahrt. Franky hatte sich wie immer wegen technischer Mängel an seiner GS abgemeldet, obwohl er gedient hat, nimmt er den Grundsatz mit Kontrolle vor, während und nach der Fahrt nicht so wirklich ernst. Christiane hatte sich ebenfalls dafür entschieden, anstelle der Teilnahme an der Ausfahrt lieber mit ihrem Sohn Mathe zu lernen, was bei ihm echte Begeisterung auslöste.
Der verbliebene Rest der IG war dann aber dabei. Immer wieder ist es etwas peinlich, mit irgendwelchen Fremdmarken an den Start zu gehen, da es schon immer etwas das Gesamtbild der Gruppe zerstört. Na gut, man kann nicht wirklich etwas dagegen machen, das Einzige was bleibt, ist die öffentliche Benennung der Schande: Ulli und Puschi auf BMW und Klappi auf Yamaha (wenn er denn dabei gewesen wäre).
Nachdem wir uns aus dem doch recht vollen Kalifornien befreit hatten, führte uns Olli mit seiner GS 1000 S auf eine schöne Runde durch Ostholstein und die angrenzende Holsteinische Schweiz.
Das Cafe am Bungsberg hatte am 1.Mai erst Neueröffnung und so hoffte Olli, dass sich das noch nicht all zu weit herumgesprochen hatte. Wir kamen dort zu einer recht glücklichen Uhrzeit an und hatten so keine Probleme einen Sitzplatz drinnen und draußen zu bekommen. Auf der Anfahrt zum Cafe verpasste Olli dann doch die schlecht beschilderte Einfahrt, was uns zum umkehren an dafür geeigneter Stelle zwang. Ausgerechnet Werner mit der grössten Suzuki suchte sich aber die kleinste Wendemöglichkeit aus, was zu einer kurzen Wartezeit führte, bis er seine GSX 1400 wieder auf die bereiften Beine gestellt hatte. Zum Glück keine Schäden an Mensch und Material, also auf zum Kaffee trinken auf den Bungsberg. Puschi nutzte die Zeit, die Wasserdichtigkeit seiner Stiefel zu testen, während Holgi, Denis und Maria den 22m hohen Elisabethturm erklommen und aus nachvollziehbaren Gründen auf den daneben befindlichen Fernmeldeturm mit 179m Höhe verzichteten. Nachdem Pommes, Kuchen und Kaffee vernichtet waren, Maria sich vom Turm erholt hatte ging die Tour über die etwas holprige Feldweganfahrt weiter. Die Fahrt zog sich weiter durch eine wirklich schöne Landschaft vorbei an den für die Jahreszeit typischen Rapsfeldern eingerahmt von den doch kurvigen und hügeligen Strecken der Holsteinischen Schweiz. In der Nähe von Selent wollte Olli der Gruppe noch ein wenig das Hinterland zeigen, doch als die Fahrer an derselben Milchkanne das zweite Mal vorbeikamen, konnte er einen kleinen Strauchler in der Streckenführung nicht ganz verheimlichen. Auch Genies unterliegen eben Schwankungen !
Nach einem Tankstopp erreichten wir schließlich gegen 15:00 Uhr wieder unsere Herberge in Kalifornien bei immer noch bestem Wetter. Franky hatte mittlerweile seiner GS 1000 E dank Dirko eine Windel verpasst und hoffte nun auf eine ölfreie Heimfahrt am Sonntag früh.
Die IG-Nord entschied sich dann noch für einen Strandspaziergang und ließ den Abend wie immer bei guten Gesprächen und dem einen oder anderen legalen und illegalen Drink (dieses Thema lässt der Verfasser an dieser Stelle einfach mal aus...... ) austrudeln.
Apropos Strandspaziergang: Schon im Vorfeld der Saisoneröffnung hat Olli angekündigt, bei einem Bier den Sonnenuntergang am Ostseestrand genießen zu wollen......... und dann kommt immer ein „Schlaumeier“ um die Ecke, der im „Schlaubergerbelehrungsmodus“ dem Eventi erklärt, wie doof er sei, weil doch im Westen die Sonne untergeht. Dann wird auf St.Peter Ording verwiesen, weil wir ja am falschen Meer wären für einen Sonnenuntergang.
Da wundert sich Olli dann schon, warum er in den letzten Jahren an der Ostsee immer wieder mal nen Sonnenuntergang gesehen hat??
Wer sich die Bildergalerie ansieht, wird feststellen, dass es dann doch entgegen der Aussagen einen schönen Sonnenuntergang gab...... oder hat Olli den vielleicht aus St.Peter Ording geklaut........ wäre doch möglich, oder lieber M A R I O
Das Abendessen war mit Chilli Con Carne zwar lecker, aber auch etwas unglücklich gewählt. Auch dieses Essen ist nun nicht jedermanns Sache, dass war dem einen oder anderen Gesicht auch anzusehen. Eine wirkliche Auswahl gab es auch hier nicht.
Am Abend wurde noch über die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der IG-Nord Ende des Jahres 2027 gesprochen. Alle Beteiligten wurden durch Brexi dazu aufgefordert sich Gedanken über eine diesbezügliche gemeinsame Unternehmung im Jahr 2028 zu machen.
Sonntag nach dem Frühstück wurden die Motorräder beladen und wie immer machten sich alle nach und nach auf dem Weg Richtung Heimat. Auch hier immer derselbe Anblick....... alle sind fertig und sitzen auf den GS'en, nur Tom läuft noch in Unterhosen auf dem Platz rum. Bei nicht mehr ganz so gutem Wetter blieb aber allen der Regen so weit erspart.
Rückblickend betrachtet waren alle drei Naturfreundehäuser bisher wirklich super, das letzte in Kalifornien mit leichten Abstrichen (Verpflegung) dafür aber auch super gelegen.
Ich denke, Naturfreundehäuser werden wir noch öfter besuchen.
Danke an Alle für das schöne Wochenende unter guten Freunden.
Nachtrag: Man achte auf die Bildergalerie, unschwer zu erkennen, wer die Buffetfräsen der IG-Nord sind ;)
Copyright by Olli 05/26