Polen/Masuren Tour 2019 

Vom 09.September - 20.September 2019

Carola & Olli, Gundi & Klappi 2200 km auf Polen/Masuren Tour

 

 

Ohne jede Vorplanung und relativ kurzfristig in der Entscheidung haben wir uns am 09.September in Dassow getroffen und sind über Usedom an der Pommerschen Bucht über die Grenze nach Swinemünde in Polen durchgestartet. Klappi und Gundi auf Klappis 800er Yamaha, Carola auf Suzuki GSX 1200 und Olli auf Suzuki GSX 1400. Grober Plan war entlang der Ostseeküste zunächst einmal bis Danzig zu fahren, dann über die Marienburg und Allenstein durch die Masuren zu fahren. In den nördlichen Masuren sollte es dann auf jeden Fall auch einen Abstecher zur "Wolfsschanze", dem ehemaligen Führerhauptquartier und dem Ort des Anschlages durch Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler geben. 

Soweit zum groben Plan, der Rest sollte sich ergeben....... Wettertechnisch waren die ersten zwei bis drei Tage durchaus gut feucht, später wurde es besser, zumindest meist trocken bei durchwachsenen Temperaturen.

Übernachtungen waren nicht vorgebucht, so dass wir flexibel unterwegs sein konnten und auf gut Glück ein Dach über dem Kopf suchen konnten. Allein nie so recht zu wissen, wo man ab bleibt, macht die ganze Unternehmung deutlich interessanter. So hatten wir gute, nicht so gute, aber auch sehr gute Unterkünfte. Unsere Bleibe in Danzig, eine mehr als günstige (240 Zloty = ca. 60 € für 2 Ü mit 4 Personen), gepflegte  Altbauwohnung direkt in der Innenstadt mit Blick in die Fussgängerzone der Altstadt kann hier als gutes Beispiel, eine ebenfalls günstige, aber doch sehr einfache, mit Selbstbaubett ausgestattete Unterkunft eher als schlechtes Beispiel dienen.

Besonders gut gefallen hat uns ein Hotel in Chelmno, eine alte Stadtvilla mit wirklich hübschen Zimmern und super Frühstück. Kulinarisch wird man in Polen nicht entäuscht, wir bekamen durchweg gutes bis sehr gutes Essen für einen meist ebenfalls sehr günstigen Kurs. Nur selten kommt man mit Essen und Getränken überhaupt mal an 100 Zloty, da muss man sich mit Vorspeisen und vielleicht Nachtisch schon echt Mühe geben, umgerechnet ca. 25 € pro Paar auszugeben. Vor allem die Wurstliebhaber sind in Polen gut aufgehoben, die Metzgereien haben eine mehr als großzügige Auswahl anzubieten. Olli als geborener Schwabe kennt Kutteln aus süddeutschen Gefilden, für Klappi war das ein ganz neues kulinarisches Erlebnis und er hat sich während der Tour zu einem wahren "Kuttelfan" entwickelt. Unseren Frauen war hier allerdings nur ein mitleidiges und vielleicht auch leicht angewidertes Kopfschütteln zu entlocken. 

Die Masuren selbst sind landschaftlich durchaus reizvoll, die masurische Seenplatte scheint touristisch voll erschlossen zu sein, viel Segeln, viel Wassersport, landschaftlich nahezu flach und berglos, aber mit sehr viel Wald, hauptsächlich Mischwald. Man kann ohne Schwierigkeiten auch mal stundenlang auf meist gut ausgebauten Strassen durch den Wald fahren ohne auch nur eine Menschenseele oder ein Auto zu treffen, für Pilzsammler und Spaziergänger sicher ein Traumziel. Der Besuch der "Wolfsschanze" lohnt sich definitiv, es ist noch so viel an Bunkeranlagen erhalten, dass man sich ein sehr gutes Bild davon machen kann, wie es dort damals aussah. Geschichtlich gut aufgearbeitet und gut illustriert. 

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass Polen immer einen Besuch wert ist, überraschend gute Strassen, gepflegte Ortschaften, günstige Unterkunft und Verpflegung machen Polen zu einem interesssanten Ziel. Polen profitiert offensichtlich vor allem infrastrukturell von den EU-Geldern, jedenfalls kann sich so manche Ortschaft in den neuen Bundesländern von der polnischen Dorfkultur eine "Scheibe abschneiden".

Mehr soll hier nicht geschrieben werden, seht euch einfach die Fotos an: Viel Spaß dabei!

 

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